Oh Tannenbaum… Oh Tannenbaum…

… I woas warum wir koan haum! Warum ich mich weigere diesem Brauchtum zu folgen und was die Folgen davon sind, möchte ich Dir in diesem Beitrag kurz, mit Fakten gespickt, schildern. Bin ich deswegen der Grinch?

Zuerst möchte ich mal grundlegend anmerken, dass ich per se keine der jährlich wiederkehrenden Feierlichkeiten sonderlich mag bzw. denen auch nichts abgewinnen kann, da es nur noch um Kommerz (wer hat das teuerste Geschenk = Schwanzvergleich auf sächlicher Ebene) ist.

Aber hier geht es ja um den Weihnachtsbaum als solchen und warum ich mich weigere einen solchen zu kaufen. Ich werde meine Gedanken dazu kurz und bündig halten. Zumindest werde ich es versuchen ;-)

PREIS

Da fängt es nämlich schon mal an! Ich sehe nicht ein mir ein Stück Wald, lediglich für wenige Tage, fast in Gold aufzuwiegen. Sicherlich gibt es Büsche, denn mit einem Bäumchen haben diese Gebilde meist nichts zu tun, für 10€, aber wer will sich sowas in seine Wohnung stellen? Zudem kommt dann noch ein weiterer Aspekt zu tragen, auf den ich später noch zurückkomme.

Ein schöner Baum ist für unter 50€ nicht zu haben. So sieht es nämlich tatsächlich aus. Dem Preis ist nach oben hin ja fast keine Grenze gesetzt und da sage ich NEIN! Es geht ja dann noch weiter mit Baumschmuck und dem ganzen Gedöhns. Also quasi ein Fass ohne Boden.

UMWELTGEDANKE

Ich bin bei Gott kein Öko-Freak oder dergleichen, aber ich gebe mal was zu bedenken:

Mir gefällt es immer wieder in meinem Umfeld Verfechter der ökolokischen, biologischen, etc Fraktion zu beobachten. Das ganze Jahr lang predigen sie wie schlecht es unserer Umwelt nicht geht, dass man gewisse Produkte nicht kaufen darf, da gaaaaaanz pöhse, weil dafür Urwälder niedergemetzelt werden, usw.

Und was machen diese Herrschaften genau zu Beginn der Weihnachtszeit? Sie cruisen mit ihrem Boliden, der jenseits der 200 PS hat, zu einem Weihnachtsbaum-Markt, um sich einen ehemals lebenden Baum, also quasi eine Leiche, für teures Geld zu kaufen und nach ein paar Tagen, die wenigsten entsorgen ihre Bäume erst nach dem 6. Jänner, aus dem Fenster zu werfen.

Wenn ich nur die Zahl der Haushaltsstatistik von 2016 hernehme, da gab es ~ 3,87 Millionen davon, und jeder hat sich einen Baum davon gekauft, dann sind das 3.870.000 tote Bäume nur für 2016(!). Wenn man nun die Suchmaschine anwirft und etwas sucht, so kann man auch den Platzbedarf eines Baumes, zur Kultivierung, erforschen. Dieser liegt ca. bei 1,5 Meter x 1,5 Meter = 2,25m² pro Baum x 3.870.000 = 8.707.500m² an Anbaufläche die gerodet werden! Meine Berechnung stimmt garantiert nicht, soll aber verdeutlichen, dass die ganze Bio-Welle ein einziger heuchlerischer Akt ist.

Zu denken geben möchte ich noch, dass die Bäume mittels Gerätschaften gefällt und zu den Verkaufsplätzen gekarrt werden. Von dort dann eben zu den Leuten ins Wohnzimmer. Alles zusammen eine massive Aufwendung von was? Erdöl! Auch das entsorgen der entnadelten Skelette benötigt Energie und belastet die CO² – Bilanz. Interessiert aber nicht wirklich, oder?

INSEKTEN

Lustig ist ja auch, dass der schöne Baum unser wohlig warmes Heim mit Ungeziefer förmlich vollpumpt. Da fragt man sich schon wozu die geneigte Hausfrau das ganze Jahr über putzt? Ja klar, damit die neuen Mitbewohner es sauber haben und die Hausfrau ein Jahr lang, wenn nicht oft viel länger, ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem manischen Putzzwang, frönen kann, dies die Viecher wieder weg sind und man sich das neue Zeugs ins Haus holt.

So hat nicht erst jetzt, sondern schon vor Jahren, die norwegische Universität von Bergen bestätigt, dass sich auf einer einzelnen Tanne bis zu 25.000(!) Insekten (Milben, Motten, Läuse, Spinnen und sogar Zecken) heimisch fühlen.

Man bezahlt also dafür seine Wohnung zu verseuchen und gibt dann wieder Geld aus die selbe Wohnung ungezieferfrei zu bekommen. Sind wir nicht alle ein bisschen Schizo?

FAZIT

Man sollte sich in der besinnlichen Zeit schon mal Gedanken machen über die Sinnhaftigkeit seinens persönlichen Tun und Handelns anstatt ewig die Anderen zu verfluchen und bei denen die Schuld zu suchen. Es gäbe genügend Alternativen. Man könnte aber auch mal über seine Einstellung bzw. Sichtweise nachdenken.